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Rockensußra

Der ländlich geprägte Ort liegt etwa 2 km südwestlich von Ebeleben inmitten einer intensiv ackerbaulich genutzten Feldflur. Im Norden wird Rockensußra von der stillgelegten Bahntrasse Mühlhausen-Ebeleben tangiert, im Süden von der Bundesstraße 249. Die bauliche Substanz des Kernortes ist von Fachwerkgehöften geprägt.

 

Geschichte Rockensußra – 740 Jahre ?

Heinrich Friedrich Theodor Apfelstedt gilt heute als einer der wichtigsten Geschichtsforscher des 19. Jahrhunderts in Nordthüringen. Er wurde am 20. 11.1811 in Wiedermuth geboren und verstarb am 12.01.1892 in Sondershausen.
 
Er heiratete 1845 Dorothea Wilhelmine Caroline Hupe (1819), die Tochter eines Kaufmanns aus Ebeleben.
 
Er war Lehrer an einer Privatschule in Ebeleben, unterrichtete in Sondershausen, war als Katechet und Pfarrer tätig.
 
Er war „der“ Heimatforscher von Sondershausen und Umgebung! Bei allen geschichtlichen Betrachtungen kommt man auf Apfelstedt zurück.
 
Er verfasste: „Heimatkunde für Bewohner des Fürstenthums Schwarzburg-Sondershausen“ (1854-1856) (Heft 1bis 3)
 
„Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Fürstenthums Schwarzburg-Sondershausen“ (1886).
 
Auf seine Arbeiten wird sowohl in der Chronik von Rockensußra als auch in der Denkmaltopographie des Kyffhäuserkreises hingewiesen.
 
Auch zwei seiner sieben Kinder sind eng mit Ebeleben verbunden.
 
So war Max Wilhelm (1847-1935) Pfarrer in Ebeleben und der Ehemann von Tochter Helene Auguste Louise, Günter Christian Friedrich Preuß war Lehrer in Ebeleben.
 
Geschichte
Am 12. Mai 1279 ist zu Rockensußra im Urkundenbuch Erfurter Stifter I 490 die urkundliche Ersterwähnung der Ansiedlung Rockensußra archiviert worden. (Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer Ein Handbuch)
 
Eine 1276 für Rockensußra bezeugte Burg legt nahe, dass die schon 1114 mit Isinhart von Sußra erwähnte Adelsfamilie hier ihren Sitz hatte.
 
Bis zum Jahr 1319 hatten die Landgrafen von Thüringen das Gericht über das Dorf Rockensußra.
 
Im Jahre 1505 verkaufte Graf Heinrich von Schwarzburg das Dorf Rockensußra um 2100 Gulden an die Ritter von Ebeleben auf Wiederkauf. „Im Jahre 1548 ward unser Ort nebst Thalebra wiederverkäuflich an Christoph von Ebeleben überlassen“ (So steht es in der Chronik)
 
Apfelstedt nennt auch nachfolgende Urkundliche Namensformen:
 
1311 Rogkensuser

1319 Rockensüsser

1372 Rockensusre
1403 Rockensuszere

1417 Rockensussra
 
In einem Schreiben aus dem Jahre 2010 informierte der ehemalige Pfarrer Alfred Faust (1982 bis 1989) darüber, dass er bei Recherchen auf etwas gestoßen ist, was auch bei Wikipedia nachzulesen wäre und er dies belegen kann.:
 
„Dieses „Suzare“ ist Rockensußra, das ist aus anderen Quellen bekannt. Die Nennung von Rockensußra als „Suzare“ in einem Dokument des Bischof Lullus von Mainz im 8. Jahrhundert, war mir früher schon aus Aufzeichnungen im Pfarramt Rockensußra bekannt. Nun ist mir aber die (durch Zufall entdeckte) exakte amtlich bestätigte Jahreszahl bekannt geworden.“
 
Er fand die genaue Jahreszahl 786 auf einem Faksimile des „Breviarium Sancti Lulli“, in dem alle Schenkungen von Ländereien genau festgehalten wurden. In ihm sind im zweiten Teil („2.Tafel“) die privaten Schenkungen an (Erz-)Bischoff Lull(us) von Mainz vor der Übertragung des Kloster Hersfeld durch König Karl festgehalten.
 
Für uns bedeutet das, dass Rockensußra nicht 740 Jahre seit seiner angeblichen Ersterwähnung alt ist, sondern 1233 Jahre!

Kontakt

Bürgermeister:

Steffen Gröbel

Rathausstraße 2

99713 Ebeleben

Tel: (036020) 700 11

E-Mail:

 

Administrator:

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99713 Ebeleben

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