Aktuelles
Nachruf
Am 14. Mai 2012 verstarb
Herr Rolf- Dieter Funke
im Alter von 61 Jahren
Mit großer Betroffenheit und Trauer nehmen wir Abschied von unserem hoch geschätzten ehemaligen Mitarbeiter und Kollegen, der 36 Jahre als Schwimmmeister und Mitarbeiter unseres kommunalen Bauhofes für die Stadt Ebeleben gearbeitet hat. Durch sein großes Fachwissen, seine reiche Erfahrung und seine Hilfsbereitschaft war er sehr beliebt.
Wir werden Herrn Funke als einen engagierten und allseits geschätzten Kollegen in Erinnerung behalten und ihm ein ehrendes Gedenken bewahren .
Den Angehörigen gilt unser tiefes Mitgefühl.
Stadtverwaltung Ebeleben
Der Bürgermeister, Der Personalrat
Ebeleben, im Mai 2012
Interessante Ausstellung in Ebeleben:
Die Mauer. Eine Grenze durch Deutschland
Einige Informationen zum Inhalt der Ausstellung: Am 13.August vergangenen Jahres jährte sich der Bau der Berliner Mauer zum 50. Mal. Aus diesem Anlass wurde die Ausstellung durch die Bundesstiftung Aufarbeitung gemeinsam mit den beiden genannten journalistischen Partnern erarbeitet.
Zu sehen sein werden 20 großformatige Plakate, die von der Teilung Deutschlands in Form der innerdeutschen Grenze als auch der Berliner Mauer erzählen. Dabei werden in der Ausstellung bewegende Fotos und Dokumente aus den Archiven der beiden Zeitungen, die zum Teil erstmals nach Jahrzehnten wieder gezeigt werden, dem Betrachter näher gebracht. Das Autorengespann Sven Felix Kellerhoff (Die Welt) und Dr. Ralf Georg Reuth (BILD) beschreibt das SED-Grenzregime und seine Opfer, die Haltung der Westmächte zum Mauerbau, Fluchten und Fluchthilfe, den Alltag entlang der innerdeutschen Grenze und in der geteilten Stadt wie auch die glückliche Überwindung der Teilung mit der Friedlichen Revolution des Jahres 1989. Den Abschluss bildet die juristische Aufarbeitung der Grenze durch Deutschland mit den Mauerschützenprozessen. Insgesamt wird also in beeindruckender Form an dieses einschneidende Ereignis und dessen Folgen in der deutschen Nachkriegsgeschichte erinnert. Die Ausstellung „Die Mauer. Eine Grenze durch Deutschland“ soll insbesondere auch von jungen Menschen genutzt werden und stellt damit auch ein Angebot an die Schulen der Region dar.
Der Eintritt ist frei und ist bis Mitte Juni zugänglich. Außerhalb der Öffnungszeiten kann die Ausstellung auch besichtigt werden, der Schlüssel ist dann im Pfarramt bzw. im Rathaus zu den bekannten Öffnungszeiten erhältlich.
Einladung zur Präsentation des Bildungsberichts
mit ortsspezifischen Ergebnissen für den Raum Ebeleben
Der Bürgermeister der Stadt Ebeleben, Uwe Vogt, der gleichzeitig Vorsitzender des Bildungsausschusses des Kyffhäuserkreises ist, lädt zu einer öffentlichen Präsentation des ersten Bildungsberichts für den Kyffhäuserkreis am 16.Mai 2012, 14 Uhr, in das Sitzungszimmer der Stützpunktfeuerwehr Ebeleben ein. Während der Veranstaltung werden Mitarbeiter des Projekts „Lernen vor Ort im Kyffhäuserkreis“ wichtige Ergebnisse ihrer regionalen Studie sowie ortsspezifische Bildungstrends vorstellen. In Bezug auf die Zukunftsfähigkeit und Bürgerfreundlichkeit der Stadt und der Region wird die Präsentation des Bildungsberichts als interessantes Angebot, das unbedingt Unterstützung finden sollte, gewertet. Die Veranstaltung bietet zudem den Rahmen, über lokale Bildungsthemen zu diskutieren und somit einer gemeinsamen, mit Bürgern und Akteuren abgestimmten Perspektive des Zukunftsthemas Bildung näher zu kommen.
Hier einige weitere Hintergrundinformationen:
Das vom Landratsamt getragene Bundesprojekt „Lernen vor Ort“ veröffentlichte im Dezember 2011 in Sondershausen den ersten Bildungsbericht für den Kyffhäuserkreis. Politische Entscheidungsträger und Bürger haben seitdem erstmals die Möglichkeit, auf gebündelte Informationen zur kommunalen Bildungslandschaft zurückgreifen zu können. Die Studie gibt einen reichhaltigen Überblick über die Entwicklung ausgewählter Bildungsbereiche – darunter schulische Bildung, kulturelle Bildung oder berufliche Schulbildung. Hierbei werden sowohl positive als auch kritische Tendenzen aufgezeigt. Der datenbasierte Bildungsbericht ermöglicht es der Kreisverwaltung und Kommunalpolitik, Chancen und Herausforderungen im Bildungsbereich zu erkennen und die Ergebnisse beim geplanten Aufbau einer kommunalen Steuerung des Bildungssektors anzuwenden.
In den letzten Monaten waren die Ergebnisse der wissenschaftlichen Studie bereits Gegenstand zahlreicher politischer Diskussionen und wurden unter anderem im Kreistag vorgestellt. Die Reaktionen auf die regional begrenzte Untersuchung waren stets positiv, obwohl einige Ergebnisse großen Handlungsbedarf in bestimmten Bildungsbereichen offen legten. Neben zentralen Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen soll der Bildungsbericht nun in allen Regionen des Landkreises präsentiert und die Ergebnisse zur Diskussion gestellt werden.
Zu der Veranstaltung sind am Thema Bildung interessierte Bürger des Raumes Ebeleben herzlich eingeladen.
Danke Rainer König!
EBELEBEN Seit fast sieben Jahren, genauer genommen seit dem 1. September 2005 unterstützt Rainer König die Stadtverwaltung bei der Sauberhaltung der Stadt. In Verbindung mit dem Haus Jona wurde seinerzeit ein Praktikumsvertrag abgeschlossen. Herr König ist so seit Jahren Tag für Tag mit seinem Schubkarren unterwegs und säubert die Papierkörbe der Stadt. Auch beim Winterdienst am Wochenende hat er die Stadtverwaltung schon als "Bodenpersonal" unterstützt oder auch dann, wenn "Not am Mann" war. Schon oft gab es deshalb lobende Worte seitens der Stadtverwaltung oder von Ebelebener Bürgern. Jeden Tag ist er bei Wind und Wetter unterwegs, um Müll aufzulesen oder um Kehrarbeiten durchzuführen. Wenn er auf "Müllrunde" geht, hat er seinen genauen Weg, den er abläuft. Alle öffentlichen Papierkörbe leert er dabei und wirft auch einen Blick auf die kommunalen Spielplätze. Die Stadt ist dankbar dafür, dass Rainer König sich so für seinen Wohnort engagiert und würdigt ihn deshalb hiermit in der Öffentlichkeit.
Uwe Vogt
Bürgermeister
[24/04/2012]
DANKE!
Für das meiner Person entgegengebrachte Vertrauen bei der zurückliegenden Bürgermeisterwahl am 22. April 2012 möchte ich mich bei meinen Wählerinnen und Wählern recht herzlich bedanken. Mit Ihrer Unterstützung habe ich einen überwältigenden Vertrauensbeweis erhalten, um unsere Einheitsgemeinde Ebeleben auch in den kommenden Jahren in verantwortungsvoller Weise führen zu dürfen.
Ich werde wie bisher alles in meinen Kräften stehende tun, um die Interessen der Bürgerinnen und Bürger in der Einheitsgemeinde bestmöglich zu vertreten. Diese Politik ist nur durch eine gute Zusammenarbeit zwischen mir, dem Stadtrat und den Mitarbeitern der Stadtverwaltung möglich. Für eine vernünftige und sachliche bürgernahe Politik werde ich all mein Wissen, meine Ideen und meine Erfahrungen in unsere Kommunalpolitik einbringen. Auch die in den vergangenen Jahren aufgebauten Netzwerke zu Kreis-, Landtags- und Bundespolitikern werde ich zum Wohle Ebelebens weiter aktivieren. Ihr ausgesprochenes Vertrauen ist für mich Verpflichtung mit den absehbar weniger werdenden finanziellen Mitteln und Möglichkeiten das Optimale für unsere Stadt herauszuholen. Bestehende Gesetze kann man nicht aushebeln, aber mit der gesammelten Erfahrung werde ich künftig weiterhin perspektivische Ideen entwickeln und voranbringen. Auch in Zukunft werde ich ein offenes Ohr für die Probleme unserer Einwohner haben.
Ihr alter und neuer Bürgermeister
Uwe Vogt
[24/04/2012]
Rockensußra - Eröffnung Grillimbiss
Ab Anfang Mai 2012 wird es an der B249 in Rockensußra gegenüber der Gaststätte „Alt Thüringen“ einen Grillimbiss geben.
Als Angebot sind Thüringer Rostbratwürste, Rostbrätel, Currywurst und weitere kleine Imbissangebote vorgesehen.
An Getränken wird es Kaffee, Cappuccino und alkoholfreie Getränke geben.
Die Betreiber freuen sich über einen regen Zuspruch und versuchen ihrerseits den Ansprüchen gerecht zu werden.
Der Bund der Vertriebenen „Helbetal“ (Ortsverband Ebeleben) und die Stadtverwaltung Ebeleben laden ein zum diesjährigen
Frühlingsfest
Eingeladen sind alle Mitglieder des BdV, deren Angehörige, Freunde, Bekannte, alle Senioren und Vorruheständler sowie Interessenten der Stadt Ebeleben und Umgebung
am Mittwoch, den 23. Mai 2012,
um 14 Uhr in das Hotel „Thüringer Hof“
in Ebeleben.
Es führt uns der Alleinunterhalter Ronny Kollascheck aus Oberdorla, vielen noch bekannt von der Eröffnungsveranstaltung des Omnibusbetriebs und Reiseservice Weingart aus Menteroda in Schlotheim durch das Frühlingsprogramm.
Er wird uns mit viel Musik unterhalten und auf lustige Art keine Langeweile aufkommen lassen.
Einen angenehmen Nachmittag und viel Spaß wünschen
| BdV Ortsvorstand | Stadtverwaltung Ebeleben |
| Edeltraud Beulich | Uwe Vogt |
| Vorstand | Bürgermeister |
Informationsrunde des SPD- Ortsvereins Ebeleben im Ortsteil Wiedermuth
Im Ortsteil Wiedermuth kamen Mitglieder des Ebelebener Ortsvereins und Gäste im Vorfeld der anstehenden Kommunalwahlen zusammen. An dieser Informationsveranstaltung nahmen die SPD-Landtagsabgeordneten Dorothea Marx, Bürgermeister Uwe Vogt und die Landratskandidatin Antje Hochwind teil. Nach der Begrüßung durch den Ortsvereinsvorsitzenden Thomas Gehlhaar ergriff zunächst Bürgermeister Vogt das Wort, der wieder für das Amt kandidiert. Herr Vogt sprach über die kommenden Herausforderungen für die Stadt. Da auf Grund des demografischen Wandels klar sei, dass die Bevölkerung abnimmt, älter und städtischer wird, müssen bereits jetzt entsprechende Weichen gestellt werden. Bekannt ist die gute Infrastruktur Ebelebens. Wenn auch der Kernort nur gut 1700 Einwohner zählt, ist der Einzugsbereich sehr groß. Manche Stadt mit 10 000 Einwohnern verfügt nicht über eine solch gute Ausgangslage. Das hatte bereits das deutsche Seminar für Städtebau und Wirtschaft dem Bürgermeister bestätigt. Neben den Aufgaben eines Grundzentrums verfügt Ebeleben mit dem einzigen Schwimmbad im Umkreis und dem Schlosspark über wichtige „weiche Faktoren“ hinsichtlich der Lebensqualität. Auch die Stützpunktfeuerwehr hat eine herausragende regionale Bedeutung, was bei Zuweisungen seitens des Landes besonders berücksichtigt werden müsste. Für die kommenden Jahre stehe Ebeleben vor riesigen Herausforderungen.
Danach sprach Antje Hochwind über ihre Vorstellungen auf kreislicher Ebene, wo regional der demografische Wandel teilweise noch stärker zu spüren sein wird als in Ebeleben. Einen wichtiger Meilenstein zum Erhalt der Attraktivität der Region sieht sie in der Bewahrung von Kultur- und Freizeiteinrichtungen und den Ausbau des Tourismus.
Anschließend sprach Dorothea Marx zu dem mit Spannung erwarteten wichtigen Thema der Kommunalen Finanzen und dem damit verbundenen Kommunalen Finanzausgleich (KFA) in der Zukunft. Zur Zeit wird in der Landtagsfraktion intensiv darüber diskutiert, wie die angemessene Finanzausstattung der Städte und Gemeinden durch das Land Thüringen perspektivisch aussehen könnte. Dazu sollen auch die kommunalen Vertreter gehört werden und in die Diskussion eingebunden werden. Frau Marx sprach davon, dass der zukünftige Schlüssel andere Größenordnungen beinhalten muss, um die Orte zu stärken, die für andere Grundzentrumsfunktionen erfüllen und soziale Infrastruktur vorhalten. Auch eine vernünftigere Verteilung der Schlüsselmasse zwischen den Gemeinden und den Landkreisen an der Gesamtschlüsselmasse sollte intensiv diskutiert werden.
Ein weiterer wichtiger Punkt sei die Berücksichtigung von besonderen Aufgaben. Wer über überregional bedeutende Schätze verfügt, müsse dafür besonders ausgestattet werden. In diesem Zusammenhang nannte Frau Marx als Beispiel den Aufbau und die Betreibung des Ebelebener Schlossparks. In der Diskussion verwies der Bürgermeister auf den Sachverhalt, dass man auch in strukturstarke und strukturschwache Regionen unterteilen müsse. „Eine Kommune mit 3000 Einwohnern im strukturschwachen Kyffhäuserkreis hat es bedeutend schwerer seine Aufgaben zu erfüllen als eine gleich große Kommune im Speckgürtel von Erfurt“, mahnte Herr Vogt an. In diesem Zusammenhang brachte er auch seine Sorge zum Ausdruck, dass die Schlüsselzuweisung, die man vom Land bekommt geringer ist als die Kreisumlage, die an den Kreis zu zahlen ist. Frau Marx pflichtete dem bei und meinte, dass so quasi die Handlungsfähigkeit einer Kommune in der kommunalen Selbstverwaltung unmöglich sei. Hier bestehe erheblicher Handlungsbedarf. Ähnlich sah das Frau Hochwind für den Landkreis: „Wenn sich der Kyffhäuserkreis gemeinsam mit dem Landkreis Nordhausen für den Erhalt des Theaters und des Loh- Orchesters einsetze, müsse das finanziell seitens des Landes langfristig abgesichert werden“, meinte sie. Eine ausgiebige Debatte über eine klare Zielstellung für den Erhalt einer attraktiven Region setzte im Anschluss ein.
Abschließend berichtete Dorothea Marx über ihre Arbeit im NSU- Untersuchungsausschuss. Dieser beschäftigt sich mit der NSU und dem "Braunen Terror". Frau Marx ist Vorsitzende des Ausschusses und berichtete über ihre Arbeit in diesem Untersuchungsausschuss. Mit Spannung verfolgten die Anwesenden die Ausführungen von Frau Marx, die auch unverblümt über manche Steine sprach, die ihr von verschiedenen Seiten dabei in den Weg gelegt werden. Ziel sei es, dass die Arbeit in dieser Legislaturperiode (bis 2014) Aufklärung über dieses schlimme Kapitel bringe.
Alle Anwesenden waren sich einig, dass diese Runde eine kurzweilige und informative Veranstaltung zu Themen aus Kommune, Kreis und Land darstellte.
Schöner Nachmittag bei Ebelebens Senioren
EBELEBEN. Zu einem gemütlichen Nachmittag in die Seniorenbegegnungsstätte „Alte Schule“ waren mit Antje Hochwind und Uwe Vogt die Landratskandidatin bzw. der Bürgermeisterkandidat der SPD eingeladen. Nach der Begrüßung durch Ursula Panse ergriff zunächst Herr Vogt das Wort und bedankte sich für die jahrelange gute Zusammenarbeit, die ihn mit der Seniorenbegegnungsstätte verbindet. Als Verwaltungsratsvorsitzender des Novalis Diakonievereins habe er sich immer für die Weiterführung der Begegnungsstätte eingesetzt und werde sich auch in Zukunft dafür einsetzen. Über 30 Besucher zeige deutlich, wie gut diese Räumlichkeiten von den Senioren angenommen werden.
Danach ergriff Antje Hochwind das Wort. Sie schilderte ihren beruflichen Werdegang beim Kreisjugendring und dann im Ferienpark „Feuerkuppe“, wo sie jeweils als Geschäftsführerin tätig war bzw. ist. Frau Hochwind sprach ihre seit Jahren bestehenden guten Kontakte nach Ebeleben an. In diesem Zusammenhang erinnerte sie daran, dass sie vor 13 Jahren gemeinsam mit dem heutigen Bürgermeister den Jugendclub in die Lindenstraße brachte, das dortige Domizil generalsaniert wurde. Auch zahlreiche Rockevents bzw. Jugendcamps organisierte sie im Ebelebener Schlosspark bzw. im benachbarten Schwimmbad und erinnere sich gern daran. Sie sagte den Anwesenden, dass soziale Arbeit ihr sehr am Herzen liege, und sie die Wichtigkeit solcher Einrichtungen wie die Seniorenbegegnungsstätte schätze, da sie Lebensqualität bieten. In diesem Zusammenhang lobte sie das stetige Engagement des Bürgermeisters. Auch in Zukunft werde sie die guten Beziehungen nach Ebeleben weiter pflegen.
Im Anschluss zeigte Uwe Vogt einen Lichtbildervortrag über Mecklenburg- Vorpommern, bevor es selbstgebackenen Kuchen der Landratskandidatin gab. Die Anwesenden freuten sich über diesen abwechslungsreich gestalteten Nachmittag und dankten Frau Hochwind und Herrn Vogt dafür.
Von der 7. Ebelebener Werkstattlesung
Mit Klaus- Michael von Keussler und seinem Buch „Fluchthelfer“ hatte die 7. Ebelebener Werkstattlesung wieder ein spannendes Thema für die über 50 Zuhörer, die aus der Helbestadt und der Umgebung gekommen waren. Der in Königsberg geborene Autor, der an der Freien Universität Berlin Anfang der 60-er Jahre Jura studiert hatte, zog mit einem spannenden Kapitel deutsch- deutscher Geschichte die Zuhörer in seinen Bann.
Bürgermeister Uwe Vogt konnte wieder zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus dem Kreis begrüßen, darunter die Landratskandidatin der SPD Antje Hochwind, die Vize- Bürgermeisterin der Kreisstadt Cornelia Kraffzick und den weit gereisten Vizebürgermeister Jürgen Kern aus Ebelebens Partnergemeinde Mitwitz. Positiv erwähnte er, dass das Interesse am Thema quer durch alle Altersgruppen gehe, was die Anwesenheit von Schülern bis Senioren beweise. Er dankte dem Gastgeber der Veranstaltung, den Mühlhäuser Werkstätten, sowie dem seit Jahren bewährten Kooperationspartner, der Landeszentrale für Politische Bildung. Deren Leiter, Franz- Josef Schlichting gab den Einstieg in die Lesung und erinnerte an die Zeit der Mauer, die von 1961 bis 1989 Berlin teilte. „Sowohl der Mauerbau als auch der Mauerfall waren Zeichen der Freiheit. Der Bau schränkte die Freiheit der Ostdeutschen auf drastische Weise ein. Der Fall der Mauer ist das Zeichen der Sehnsucht nach Einheit gewesen“, so Herr Schlichting. Er stellte den Autor vor, der nach seinem Studium viele Jahre bei den Vereinten Nationen arbeitete und nach der Wende nach Thüringen kam, um in leitenden Stellen im Finanzministerium zu arbeiten.
Klaus von Keussler berichtete, dass 1961auch zahlreiche Studenten aus Ostberlin an der Freien Universität studierten. Mit dem Bau der Mauer konnten diese Kommilitonen von heute auf morgen nicht mehr an den Vorlesungen teilnehmen. Mit dem Bau der Mauer endete für manchen von ihnen jäh der Traum von einer unbeschwerten Zukunft. Dieser Tatsache geschuldet, begannen die westdeutschen Studenten, ihren Kommilitonen bei der Flucht helfen zu wollen. Im Herbst 1961 war das zum Beispiel noch auf dem Weg der Kanalisation möglich, hier besorgten sich die Studenten entsprechende Unterlagen von den Ämtern. Kanalausstiege wurden genutzt, um den Hilfeersuchen zu entsprechen. Klaus von Keussler sagte, dass er als Student nicht nur verbal gegen den Mauerbau protestieren wollte sondern vielmehr aktiv etwas dagegen unternehmen wollte. Und bei diesen Gedanken gab es in der damaligen Studentenschaft viele Gleichgesinnte. Er berichtete davon, dass beispielsweise die Theologiestudenten in Ostberlin kontrovers über Flucht oder Bleiben diskutierten. In Westberlin waren Aktionen gegen die Mauer ohne großes nachfragen in der Bevölkerung akzeptiert. Erste Fluchtaktionen, die von der Studentenschaft unterstützt wurden, geschahen über die Dächer von Berlin. Mit ausgeklügelten, spektakulären Aktionen wurden so unter anderem Seile und Drähte mittels Pfeil und Bogen von der einen auf die andere Seite gebracht. Kontakte wurden zum amerikanischen Journalisten James P. O`Donell geschaffen, der die Gruppe unterstützte. Als die Fluchtaktionen immer schwieriger wurden, kamen neue Wege ins Gespräch. Der Tunnelbau war zwar mit einem immensen Aufwand und Risiko verbunden, aber die Überwachung der Grenze durch die Volkspolizei und NVA begrenzte die Möglichkeiten der Fluchthilfe. Klaus von Keussler berichtete über den ersten Versuch eines Tunnelbaus, der im Winter 1962 bei rauem Wetter begonnen wurde, aber letztendlich wegen Verrat scheiterte.
1963 wurde im Stadtteil Wedding eine Bäckerei angemietet. Hier wurde erst einmal zehn Meter abwärts gegraben. Das Unternehmen wurde als Filmatelier getarnt. Der Tunnel erhielt eine Länge von 145 Metern, man landete im Osten der Stadt auf einem Kohlenplatz. Nach der Flucht von drei Mädchen wurde der Tunnel entdeckt und von der NVA gesprengt. Drei Monate später entschloss man sich zum Bau eines neuen Tunnels, der parallel zum gesprengten verlief. Hier landete man nach ca. 150 Metern in einem stillgelegten Toilettenhäuschen. Insgesamt diente dieser Tunnel 57 Menschen zur Flucht. Bei der Enttarnung wurde beim Schusswechsel mit NVA- Soldaten der Unteroffizier Egon Schultz durch die Verkettung unglücklicher Umstände durch eigene Soldaten getötet. Lange wurde der Mythos in der DDR aufrechterhalten, das dieser von westlichen Agenten erschossen worden sei. Als Schultz mit zwei Angehörigen des MfS den Hof der Strelitzer Straße 55 betrat, kam es zu einem Schusswechsel, in dessen Verlauf Schultz von einer Kugel aus der Pistole eines Fluchthelfers in die Schulter getroffen wurde. Er ging zu Boden und wurde beim Versuch, wieder aufzustehen, versehentlich von einem Soldaten mit dessen Kalaschnikow erschossen. Erst durch die Öffnung der Stasi-Akten konnte richtig gestellt werden, dass die tödlichen Schüsse aus der Waffe eines Grenzsoldaten abgegeben wurden.
Nach der Lesung und dem verdienten Applaus für den Autoren konnten die Anwesenden sich noch das Buch von Herrn von Keussler signieren lassen. Wieder einmal war die Werkstattlesung ein voller Erfolg und Lohn für die Arbeit aller Organisatoren.
U. Vogt
SPD- Informationsveranstaltung für Nordthüringen
MÜHLHAUSEN (uvo). In die Gaststätte „Schützenberg“ hatte der Landesgeschäftsführer der SPD, Rene Lindenberg, SPD- Politiker aus Nordthüringen eingeladen, um über wichtige aktuelle Themen zu sprechen. Referent des Abends war der Landtagsabgeordnete Matthias Hey aus Gotha, der Vorsitzender des Innenausschusses und Sprecher der SPD- Landtagsfraktion für Kommunalpolitik ist.
Mit Antje Hochwind, Landratskandidatin im Kyffhäuserkreis und Ortsteilbürgermeisterin von Immenrode, Uwe Vogt, Bürgermeister von Ebeleben, Jörg Esser, Ortsteilbürgermeister von Holzthaleben und Thomas Gehlhaar, Ortsteilbürgermeister von Wiedermuth waren auch vier Vertreter aus dem Kyffhäuserkreis anwesend.
Matthias Hey gab zunächst einen Einblick in die finanzpolitischen Herausforderungen bis 2020 und sprach dabei solche Themen wie sinkende Einnahmen der Kommunen oder den Bevölkerungsrückgang an. Im zweiten Teil seines Vortrages ging es um das Leitbild der SPD- Landtagsfraktion für eine Funktional- und Gebietsreform.
Für den Kyffhäuserkreis ist nach neuesten Berechnungen bis 2030 mit einem Rückgang der Bevölkerung von 35 % zu rechnen, was dann noch eine absolute Zahl von 53500 Einwohner bedeuten würde. In den kommenden Jahren müssen deshalb richtungweisende und nachhaltige Strukturen angegangen werden.
MdB Johannes Selle in Ebeleben
Zu einem Arbeitsbesuch in der Helbestadt weilte MdB Johannes Selle (CDU). Zunächst wurde er im Rathaus von Bürgermeister Uwe Vogt (SPD) empfangen. In dem Gespräch erläuterte der Bürgermeister die aktuelle Entwicklung Ebelebens und gab einen Ausblick über zukünftige Vorhaben und Wünsche. Anschließend fuhren die beiden Politiker gemeinsam zum Unternehmen TR- Plast, wo sie vom Betriebsleiter Klaus Reizammer und dessen Stellvertreterin Anja Daniel begrüßt wurden. Im Meinungsaustausch erklärten die Firmenvertreter, dass man nach der TTB- Insolvenz im vergangenen Jahr sich nun nach Übernahme durch TR- Plast gut für die Zukunft aufgestellt habe. Der Ebelebener Betriebsteil schrieb immer schwarze Zahlen und war durch die Schieflage des Mutterunternehmens in die Insolvenz gerutscht. Die Arbeitsplätze am Ebelebener Standort konnten nach der Neuausrichtung mittlerweile auf 60 Mitarbeiter aufgestockt werden. Ginge es nach den Wünschen des Betriebsleiters, können es zukünftig gern 100 werden. Der Umsatz des Unternehmens wächst auch schrittweise kontinuierlich an. Als Hauptproblem sieht Herr Reizammer heutzutage die Gewinnung von Fachpersonal, die sich im Unternehmen dem Dreischichtbetrieb stellen. Gesucht werden aktuell Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik, Werkzeugmacher und Hydrauliker. Um auf die Jugend zielgerichtet zugehen zu können, will sich das Unternehmen bei den diesjährigen Berufsinfotagen in der Bundeswehrhalle Sondershausen im November beteiligen. Bei einem anschließenden Rundgang durch die Werkhalle wurden die Gäste mit der Produktion am Standort vertraut gemacht. Dabei wurde ihnen offeriert, dass man Zulieferer für alle großen deutschen Autofirmen sei. Die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen in der Region wird als gut eingeschätzt. Aktuell wird die Zusammenarbeit mit den Mühlhäuser Werkstätten intensiviert.
Nach der Betriebsbesichtigung besichtigten Herr Selle und Herr Vogt noch kurz den Ebelebener Schlosspark. Dabei warb der Bürgermeister um Unterstützung bei der zukünftigen Sanierung der großen Kaskade.
Im Abschlussgespräch im Rathaus sprach dann Bauamtsleiter Peter Staudter das Problem der Urbachbrückensanierung an. Herr Selle wurde gebeten, seine Kontakte zu nutzen, um zusätzliche Mittel für die Sanierung der städtischen Brücke im Vorfeld der Ausbesserung der Helbebrücke in der Lindenstraße zusammenzubringen. Eine Aufstockung der Zuwendungen würden den städtischen Anteil minimieren.
Mitteilung des Ordnungsamts
Das Ordnungsamt der Stadt Ebeleben erinnert an die Kennzeichnungspflicht jedes Hundes in der Einheitsgemeinde Ebeleben durch einen Mikrochip sowie den Nachweis einer Tierhalterhaftpflichtversicherung nach dem Thüringer Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor Tiergefahren vom 22. Juni 2011.
Die Frist zur Anmeldung der Hunde – unabhängig von der steuerlichen Anmeldung des Hundes – läuft bis zum 01.03.2012.
Die Kennzeichnung des Hundes durch einen Mikrochip sowie der Nachweis über die Haftpflichtversicherung müssen beim Ordnungsamt der Stadt Ebeleben vom Halter angezeigt werden.
Die Haftpflichtversicherung muss eine Deckungssumme von mindestens 500.000€ für Personenschäden und 250.000€ für Sachschäden beinhalten und muss über die Lebensdauer des Tieres aufrechterhalten werden.
Für gefährliche Tiere im Sinne des Gesetzes muss zusätzlich einen Erlaubnis beantragt werden. Ein Sachkundenachweis sowie ein Nachweis der Zuverlässigkeit sind zu erbringen. Detailliertere Informationen erhalten Sie beim Ordnungsamt der Stadt Ebeleben.
Als gefährlich gelten zum einen Tiere wildlebender Arten, die Menschen durch Körperkraft, Gift oder ihr Verhalten erheblich verletzen können und ihrer Art nach unabhängig von individuellen Eigenschaften allgemein gefährlich sind. Weiterhin gelten die Hunderassen Pitbull-Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterrier sowie die Kreuzungen untereinander und mit anderen Hunden als gefährlich. Ebenso als gefährlich eingestuft werden Hunde, die über das natürliche Maß hinausgehende Kampfbereitschaft, Angriffslust, Schärfe oder andere vergleichbare Eigenschaften entwickelt haben, sich als bissig erwiesen haben, sich in aggressiver oder Gefahr drohender Weise Menschen angesprungen haben oder durch ihr Verhalten gezeigt haben, dass sie Vieh, Katzen oder Hunde, sowie unkontrolliert Wild hetzen oder reißen.
Das Gesetz gilt nicht für Personen, die keine Wohnung in Thüringen haben und sich mit einem gefährlichen Hund nicht länger als zwei Monate in Thüringen aufhalten. Weiterhin sind vom Gesetzgeber Diensthunde von Behörden, Hunde des Rettungsdienstes oder Katastrophenschutzes sowie Blindenführhunde ausgeschlossen worden.
Für Behindertenbegleithunde, Herdengebrauchshunde und brauchbare Jagdhunde gelten nach dem Gesetz bestimmte Anleinpflichten im Rahmen ihres bestimmungsgemäßen Einsatzes nicht.
Eine Ausnahme von der Chippflicht für Hunde, die tätowiert und mit ihrer Tätowierungsnummer in einem Haustierregister gemeldet sind, ist gesetzlich nicht vorgesehen. Aus Gründen der Gefahrenabwehr und des erleichterten Gesetzesvollzugs ist es notwendig, alle Hunde – unabhängig von ihrem Alter oder einer bereits vorhandenen Tätowierung – mit einem Chip kennzeichnen zu lassen, denn nur dieser kann die schnelle und sichere behördliche Identifizierung des Hundes gewährleisten.
Eine Befreiung von der Chippflicht kann nur in seltenen Ausnahmefällen auch ohne ausdrückliche gesetzliche Regelung in Betracht kommen, wenn z.B. tiergesundheitliche Gründe zwingend gegen einen Chip sprechen. Dies ist durch eine tierärztliche Bescheinigung zu belegen, mit der die Gründe, die gegen ein Chippen sprechen, nachgewiesen werden. Eine solche Ausnahmebewilligung kann aber nicht allein auf das hohe Alter eines Tieres und die Belastung gestützt werden.
Wer seinen Hund oder ein gefährliches Tier nicht beim Ordnungsamt anmeldet, handelt ordnungswidrig. Ordnungswidrigkeiten können mit einer Geldbuße von bis zu 10.000€ geahndet werden.
Aktuelle Mitteilungen der Ordnungsverwaltung
Seit dem 01.09.2011 ist das Thüringer Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor Tiergefahren in Kraft getreten. Als Tierhalter sind Sie in der Pflicht, Ihr Tier (Hunde und gefährliche Tiere im Sinne des Gesetzes) der Stadtverwaltung Ebeleben zu melden.
Weitere Informationen finden Sie unter den aktuellen Mitteilungen der Ordnungsverwaltung.
Verpachtung der Gaststätte in Rockensußra an der B 249 ab Januar 2012
Beschreibung des Objektes:
- Gastraum mit ca. 30 Sitzplätzen
- Vereinszimmer mit ca. 30 Sitzplätzen
- Saal mit ca. 200 Sitzplätzen
- Gartenterrasse hinter der Gaststätte
- großer Parkplatz gegenüber von der Gaststätte
- Wohnung im Obergeschoss mit 107 m², die evtl. auch als Pensionszimmer
genutzt werden können
Bei Interesse melden Sie sich bei der Stadtverwaltung Ebeleben unter Tel. 036020-70039
oder abends unter Tel. 036020-72704.
Seniorenbegegnungsstätte steht für Feierlichkeiten wieder zur Verfügung!
Ab sofort können die Räumlichkeiten der Seniorenbegegnungsstätte in der Alten Schule Ebeleben, Schulstraße 2a, wieder für Feierlichkeiten angemietet werden.
Interessenten wenden sich bitte an das Karl Marien Haus (Tel. 036020-711-0).
Plädoyer für Ebeleben als Grundzentrum













